Mit dem Blog umziehen | Meine Erfahrungen und Tipps

14. Juni 2016

Ich denke, mein Umzug zu WordPress war längst überfällig – zumindest, wenn es nach diesem Artikel geht, begann dieser „Trend“ bereits vor einigen Jahren.

Mehr als 7 Jahre habe ich Blogger genutzt. Das war für mich bisher absolut einfach und unkompliziert. Mit etwas Hilfe konnte ich meinen Blog immer so anpassen und verändern, wie ich wollte. Es gibt mittlerweile sogar fertige Templates für Blogger, die beim Individualisieren helfen. Ich hatte meine Veränderungsmöglichkeiten am Ende ausgeschöpft und das System wurde ziemlich labil. Außerdem wuchs bei mir der Wunsch, Blog und E-Kurse „unter einem Dach“ zu haben.

 

Bloggen

 

Die Vorteile von Blogger (oder anderen Blog-Hosting-Services):

  • Ich konnte schnell und problemlos starten.
  • Die Möglichkeiten reichen für einen privaten Job meistens aus.
  • Ich musste mich nicht groß mit der Technik beschäftigen.
  • Die Nutzung ist kostenlos.

 

Die Vorteile, den Blog selber zu hosten:

  • Ich kann eine eigene Domain wählen und nutzen (wobei ich das mit Hilfe einer Weiterleitung auch schon bei Blogger genutzt habe. Richtig elegant ist die Lösung aber natürlich nicht.)
  • Bei der Gestaltung, Technik und den Inhalten habe ich eine maximale Freiheite.
  • Ich bin unabhängig von Google, etc.

 

Durch meine E-Kurse-Seite war ich mit dem WordPress-Dashboard bereits etwas vertraut. Es ist nicht ganz so intuitiv und ich muss mich nun etwas mehr mit der Technik auseinandersetzen. Meine Seite selber zu hosten kostet etwas Geld (Domain anmelden und der Hosting-Service), aber ich finde, es hält sich im Rahmen.

Nun habe ich den Umzug also gewagt. Schon im Vorfeld waren für mich dabei ein paar Punkte sehr wichtig:

  1. Ich habe mir vorher die Zeit genommen, um zu überlegen, was ich genau will. (Welche Technik, welches Design)
  2. Ich habe mir ein Theme ausgesucht, was meinen Anforderungen schon ziemlich nahe kam und nicht mehr groß verändert werden musste.
  3. Ich habe versucht, mich an meine Vorüberlegungen zu halten und an Technik und Möglichkeiten nur zu nutzen, was auch wirklich zu meinen Anforderungen passt.
  4. Ich möchte mich mit WordPress auseinandersetzen, um möglichst viel selber machen zu können.

Außerdem habe ich mich entschieden, mir für den Umzug professionelle Hilfe zu holen, weil ich mich mit der technischen Seite bisher ziemlich schwer getan habe und es nicht nur um den Blog-Umzug ging, sondern um eine Zusammenlegung von Blog und meiner E-Kurse-Seite.

 

Meine Vorüberlegungen:

 

Vor dem Umzug habe ich mich hingesetzt und mir überlegt, was mir wichtig ist und wie meine Seite nach dem Umzug aussehen muss. Dabei haben mir die folgenden Fragen sehr geholfen:

  • Warum schreibe ich einen Blog? Was motiviert mich? Was möchte ich erreichen?
  • Für wen schreibe ich?
  • Was macht meinen Blog aus? Was macht ihn einzigartig?
  • Wie definiere ich für mich Erfolg (beim Bloggen)?
  • Was kann ich gut? Was fällt mir leicht?
  • Wo sehe ich noch Entwicklungspotential? Womit möchte ich mich mehr / intensiver beschäftigen?
  • Wie heißt mein Blog?
  • Gibt es eine Unter-Überschrift?
  • Für welche Werte steht mein Blog?
  • Warum möchte ich mit meinem Blog umziehen? Warum möchte ich Veränderung?
  • Welche ähnlichen Blogs gibt es?
  • Welche Wörter beschreiben meinen Blog am besten?
  • Welche Elemente soll mein Blog auf jeden Fall beinhalten?
  • Welche Farben sollen auf meinem Blog dominieren?
  • Welche Schriftarten möchte ich verwenden?

Aus meinen Antworten habe ich ein Konzept entwickelt, das ich dann mit meinem Umzugshelfer besprechen konnte.

 

Bloggen2

Der Umzug:

 

Dank vieler Tutorien im Netz ist der Umzug eines Blogs wohl auch selber zu schaffen (wobei das wohl auch etwas davon abhängt, bei welchem Anbieter man vorher war). Ich hatte Hilfe und so blieben mir einige Abende Arbeit, an denen ich die einzelnen Posts überarbeiten musste, um sie auf der neuen Seite anzupassen. Ich habe die Arbeit genutzt, um einige Posts zu überarbeiten und neue Kategorien und Stichwörter anzulegen.

Toll ist, dass es für viele „kleine Probleme“ oder Sonderwünsche Plugins gibt, die einem die Arbeit sehr erleichtern. Wichtig finde ich aber auch, sich in der Masse der Möglichkeiten nicht zu verlieren, sondern gezielt auszuwählen. Weniger ist hier oft mehr.

 

Mein Fazit:

 

Insbesondere mit Hilfe ist der Umzug gut zu meistern. Es stehen noch ein paar Kleinigkeiten auf meiner To-do-Liste, die aber wohl nur noch mir auffallen.

Ein Blogumzug kann auf jeden Fall eine gute Möglichkeit sein, um den Fokus noch einmal ganz neu auszurichten und (neue) Prioritäten für den Blog zu setzen.

 

Weitere Tipps und Tricks aus dem Netz:

 

Im Netz gibt es viele tolle Tipps und Tricks zum Bloggen und einem Blogumzug. Hier sind ein paar Links, die ich sehr hilfreich finde. Ich suche mir überall das heraus, was zu mir und meiner Seite passt.

 

Bist du mit deinem Blog ebenfalls umgezogen oder denkst du darüber nach? Was sind deine Erfahrungen und welche Tipps / Links zum Thema findest du hilfreich?

P.S.: Unterstützung bei meinem Blogumzug hatte ich von Jens Dörpinghaus. Neben seinen WordPresskenntnissen hat er viel Geduld mit Bloggern („Ohne sofort funktionierende Social-Media-Buttons kann ich nicht weiterleben…!“). Jens konnte alle meine Wünsche umsetzen. Noch lieber hat er mir aber genau gezeigt und erklärt, wie ich das in Zukunft selber machen kann… 😉

Diese Artikel könnten dich ebenfalls interessieren

8
Hinterlasse mir ein Feedback! Bitte habe Verständinis dafür, dass ich Spam und Werbung lösche!

6 Comment threads
2 Thread replies
0 Follower
 
Most reacted comment
Hottest comment thread
6 Comment authors
stefi_licious :)

ich bin vor einiger zeit schon umgezogen und habe es nicht bereut.
allerdings habe ich das ohne hilfe gemacht und mir auch keine fragen dazu gestellt. mir gefiel wp einfach besser in den möglichkeiten und ich wollte selbst hosten, da mein blog geklont wurde.
deine fragen zum blog finde ich sehr gut – die kann man sich auch ruhig zwischendurch mal stellen, um die ganze bloggerei mal zu reflektieren.
viele grüße
die frau s.

Daniela

Liebe Sonja,
Vielen Dank, für den Einblick in deine Überlegungen und Fragestellungen vor dem Umzug zu WordPress. Wie Stefi_licious bin ich der Meinung, dass man sich diese Fragen durchaus regelmäßig stellen sollte.
Ich freue mich außerdem, dass dich meine Checkliste für den Start mit WordPress zum richtigen Zeitpunkt erreicht hat und bin mir sicher, dass du dich sehr schnell gut zurechtfinden wirst.

Herzliche Grüße
Daniela

Birgit

Oh liebe Sonja,
schön sieht es hier aus 🙂
Ich habe auch ein Solopinetheme und bin sehr zufrieden damit. Zeitlos elegent 🙂

Liebe Grüße,
Birgit

Alex L

Hallo Sonja, dann kann ich dir zum erfolgreichen Blog-Umzug sehr gerne gratulieren. Ich war aber nur ein ganzes Jahr bei Blogger als ich dann noch 2007 zu Internetblogger.de umgezogen war. Die vorherigen Beiträgen wurden schon mitgenommen, aber an den Prozess selbst kann ich mich nur noch schlecht entsinnen. Heutzutage nach 10 Jahren Bloggerei möchte ich nur noch selbstgehostete Blogs bevorzugen und halte mich von Blogspot meistens fern, es sei denn, ich muss dort etwas kommentieren. Manchmal ist es halt so. Ja, der Blogger>>selbstgehostetes Blog>>Umzug ist an sich zu schaffen, auch wenn man sich ab und an helfen lassen muss. Ich… Read more »

Kommentierrunde auf You-big-blog.net/blog

[…] Sonja seitens Wertvoll-blog.de mit Artikel Mit WordPress Blog umziehen – Tipps […]

Emma2

Guter Beitrag, danke dafür! Ich bin auch gerade dabei mich über Hosting Anbieter und Umzug zu informieren. Dein Beitrag ist sehr informativ und hat viele nützliche Informationen. Weiter so!