Über Liebe und Energie und den besonderen Job von Müttern (und Vätern)

5. Juli 2016

Oft denke ich: „Ich liebe meine Kinder, also sollte es mir nichts ausmachen, nachts für sie aufzustehen, wenn sie krank sind. Oder ihnen das selbe Buch geduldig ein drittes, viertes, … Mal vorzulesen. Oder die ewigen Nörgeleien über Essen, Langeweile, o.ä. zu ertragen. …“ Aber es macht mir häufig sehr wohl etwas aus.

 

Hände

 

Ja, ich liebe meine Kinder unendlich. Aber manchmal fehlt mir einfach die nötige Energie, um ihnen meine Liebe so zu zeigen, wie ich das gerne möchte. In Gesprächen mit anderen Müttern erfahre ich häufig, dass es anderen genauso geht. Viele schämen sich sogar dafür, dass sie ungerecht werden, wenn sie müde, abgekämpft und am Ende ihrer Nerven sind (und auch mir kommt das sehr bekannt vor).

Die Wahrheit ist, dass wir für unsere Kinder beides brauchen: Liebe und Energie. Die Liebe ist unendlich vorhanden, aber die Energie kann uns ausgehen.

Deshalb muss ich akzeptieren, dass ich meinen Energie-Tank immer wieder auffüllen muss. Damit es mir gut geht und damit ich die Mutter sein kann, die ich für meine Kinder sein möchte. Ich darf (und sollte) also an mich denken und darauf achten, was mir gut tut.

 

Was ich tun kann, um meinen Energie-Tank aufzuladen:

  • Ausreichend schlafen: Ich versuche, mindestens drei Mal pro Woche so früh ins Bett zu gehen, dass ich meine acht bis neun Stunden Schlaf bekomme.
  • Zeit mit Freundinnen: regelmäßig telefonieren, gemeinsam essen gehen oder Treffen mit Kindern. Der Austausch mit Freundinnen ist mir sehr wichtig.
  • Zeit mit dem Partner: Wir haben gelernt, dass wir regelmäßig Zeit zu Zweit und ohne Kinder brauchen. Diese Tage planen wir bewusst ein und organisieren einen Kindersitter.
  • Zeit für mich: Zum Relaxen, Lesen, Musik hören, Schreiben,…
  • Zeit für Bewegung und frische Luft: Ich mache regelmäßig Sport und versuche, entweder mit den Kindern und/oder auf dem Weg zur Arbeit Zeit draußen zu verbringen.
  • Auf Kleinigkeiten achten: Das können frische Blumen sein, ein aufgeräumtes Zuhause, ein leckeres Mittagessen oder ein dankbarer Rückblick auf den Tag.

 

Ich möchte mir häufiger bewusst machen, dass ich meine Kinder unendlich liebe, dass ich aber auch für mich sorgen muss, um ihnen eine gute Mutter sein zu können.

Was tust du, um deinen Energie-Tank immer wieder aufzufüllen?

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Ina

Hallo,
welch eine wundervolle Quintessenz „Liebe ist unendlich da, die Energie kann ausgehen“. Genauso ist es! Ich hätte es nur nicht so auf den Punkt bringen können. Vielen Dank für’s Bewusstmachen.

Viele Grüße Ina

Jessi

Alles sehr richtig, aber ich muss ja immer gequält schmunzeln, wenn ich was von „ausreichend schlafen“ lese. Manche Dinge liegen nicht in der eigenen Hand 😉

Dorthe

Liebe Sonja, das stimmt so sehr. Ich bin oft sehr ungerecht zu meiner Lütten (weil gestresst, müde, ärgerlich wegen Anderen, noch so viel zu tun …) Abends im Bett sage ich mir dann immer wieder, dass ich so nicht sein will, dass ich das ab morgen abstelle. Naja, was daraus wird, kann man sich wohl denken … Deine Energie-Tipps könnte ich genau so übernehmen … könnte … Wobei ich ab Donnerstag vielleicht mal dazu komme, denn dann fährt der Papa mit der Lütten drei Tage weg. Mir wird bei dem Gedanken schon ganz komisch … bin immer kurz davor, mir… Read more »

Isabella

Dein Beitrag passt sehr gut zu meiner Erfahrung der letzten beiden Abende: Gestern habe ich ganz viele Geschichten vorgelesen und war einfach zu müde um die Kinder schnell ins Bett zu bringen. Dafür ist mir dann die Energie ausgegangen. Heute war ich konsequenter. Und die Kinder sind viel früher eingeschlafen. Mehr Zeit für mich. Mehr Energie für mich. Mehr Energie für die Kinder. Und was ich mir auch oft denke: wenn ich lerne ehrlich ja und auch nein zu sagen (zB zur 1.000ten Frage „Spielst du mit mir?“) lernen die Kinder auch zu ihren Bedürfnissen zu stehen. Oft fällt mir… Read more »