Eine echt einzigartige Familienzeit

9. Dezember 2017

Nach einer Woche in Berlin wird es dieses Wochenende wieder viel Familienzeit geben. Meine Mädels lieben es, von ihren Erlebnissen zu erzählen, gemeinsam Bücher zu lesen, zu kuscheln, zu bauen oder Ausflüge zu machen. Im Augenblick lesen wir gerne im Familienandachtsbuch und staunen gemeinsam darüber, was wir alles können und wie toll wir gemacht worden sind. Das Buch möchte ich heute gerne vorstellen und dazu habe ich einer der Autorinnen ein paar Fragen gestellt. Was mich absolut beeindruckt, ist, wie ehrlich und aufrichtig meine Mädels über ihren Körper staunen können und wie kritisch und undankbar ich selbst mit mir bin. Ich merke, wie ich einiges von meinen Kindern lernen kann.

 

FamilienandachtenFamilienzeit

 

Echt einzigartig – 44 Familienandachten zum Staunen und Entdecken“ von Rahel und Tim Dyck und Kathrin Gottschick

Die Autoren wollen Familien ermutigen, zusammen ihre Superkräfte zu entdecken und zu erfahren, wer der allergrößte Superheld ist. Mit dem Abenteurer-Buch wollen sie Eltern ein Hilfsmittel an die Hand geben, mit dem sie ihre Kinder ermutigen können, selber zu Forschern und Sammlern zu werden, sie emotional und sozial zu fördern und ihnen den Glauben an Gott nahezubringen. Es gibt Andachten zu den Themen: Deine fünf Sinne, Bewegungen, Gefühle, Sprache, Du und andere, Gehirn, Körper. Jede Seite ist liebevoll illustriert, hat einen kurzen Text zum Vorlesen, einen Bibelvers und Tipps, um das Thema weiter zu vertiefen.

Ich habe Rahel Dyck, einer der Autorinnen, ein paar Fragen zum Buch und zur Familienzeit gestellt, die sie mir beantwortet hat:

Liebe Rahel, herzlichen Glückwunsch zu eurem neuen Buch! Wie seid ihr auf die Idee gekommen, zusammen dieses Entdecker-Buch zu schreiben?

Rahel: Wir lesen sehr gerne mit unseren Kindern. Besonders gut gefallen uns Bücher, bei denen alle mitmachen können – also Bücher, bei denen die Kinder nicht nur stillsitzen und zuhören müssen, sondern bei denen es auch was zu entdecken gibt oder wir das Thema durch Erlebnisse vertiefen können. Außerdem ist es uns wichtig, unseren Kindern bestimmte Werte mitzugeben, zum Beispiel, dass jeder von uns ganz besonders ist und jeder Mensch wertvoll ist. Bisher haben wir nur wenige solche Bücher gefunden. Also haben wir genau das Buch geschrieben, das uns bisher gefehlt hat. Richtig klasse war auch die Zusammenarbeit mit einer guten Freundin als Co-Autorin und unserer Schwägerin bzw. Schwester als Gestalterin, so konnte jeder seine besten Ideen einbringen.

Frage: Jede Andacht enthält Ideen, wie man gemeinsam das Thema noch weiter aufgreifen kann: Gesprächsanregungen, Spiel-, Bastel-, Ausflugs- und Rechercheideen. Wie findet man am besten die Aktivitäten, die am besten passen?

Rahel: Wenn genug Zeit ist, kann man sie ruhig alle machen. Wir haben versucht, in jeder Einheit mindestens eine erlebnis- oder bewegungsorientierte Anregung zu geben und eine, die zu guten Gesprächen führen kann. Diese Kombination funktioniert zumindest bei unseren Kindern gut und sorgt dafür, dass die Themen wirklich Eindruck hinterlassen und nicht direkt nach dem Lesen wieder vergessen werden.
Es geht aber gar nicht so sehr darum, dass die Aktivitäten genau wie beschrieben umgesetzt werden, sondern darum, dass sie als Einstiege in gute Gespräche mit unseren Kindern dienen. Deshalb darf man ruhig auch die Anregungen der Kinder zu den einzelnen Themen ernst nehmen. Wenn einer Familie z. B. unsere Idee zum Thema Mut nicht so gut gefällt, könnte sie ja gemeinsam überlegen, wie sie ihren Mut so testen können, wie es zu ihnen passt. Allerdings sollte man bedenken, dass manchmal genau die Erlebnisse am eindrücklichsten sind, auf die man zuerst so gar keine Lust hat …

Frage: Hast du Tipps, wie man eine gute Familienzeiten haben kann, wenn die Interessen der Kinder sehr unterschiedlich sind oder es einen großen Altersunterschied gibt?

Rahel: Oft ist es ganz hilfreich, wenn man für die Lesezeit jedem Kind eine kleine Aufgabe gibt, die dem jeweiligen Alter entspricht. Unser Ältester darf immer ein kleines Stück vorlesen, die zwei kleineren dürfen das Buch halten oder ein kleines Detail auf den Seiten suchen.
Bei den Aktivitäten oder Spielen bilden wir ganz gerne Teams mit Mama oder Papa, so können wir etwas ausgleichen. Oder wir gehen abwechselnd auf die Interessen und altersspezifischen Fähigkeiten ein, so dass jedes Kind mal zum Zug kommt. Wichtig ist auch die Atmosphäre: Gerade kleine Kinder können oft besser dabei sein, wenn sie einfach auf dem Schoß kuscheln können.
Generell glaube ich: Wenn wir als Eltern entspannt sind und uns auf die Zeit mit unseren Kindern freuen, fällt es auch den Kindern leichter, sich auf die Geschwister einzulassen. Aber weil das nicht immer so einfach ist, haben wir in unserem Buch auch ein paar Seiten Einführung für die Eltern geschrieben, die hoffentlich dabei helfen, dass das möglichst gut gelingt.

Frage: Kann ich das Buch auch dann mit meiner Familie nutzen, wenn ich nicht sicher bin, dass Gott mich wirklich so liebt, wie ich bin?

Rahel: Ja, auf jeden Fall! Gemeinsam staunen über das, was wir alles können, kann man auch, wenn man keinen großen Bezug zu Gott hat. Wir haben an sehr vielen Stellen extra so formuliert, dass man mehr über Gott reden kann, aber gar nicht muss. Da kann einfach jede Familie schauen, wie es zu ihr passt. Wir finden es auf jeden Fall spannend und auch wichtig, mit unseren Kindern über die großen Fragen unseres Menschseins zu reden, auch wenn wir nicht alle Antworten wissen.

Frage: Welches Thema ist deine persönliche Lieblingsandacht und warum?

Rahel: Ich mag besonders gern die Einheit zum Thema Fühlen. Durch die tolle Gestaltung und die einführende Gedankenreise fühle ich mich direkt an Urlaub erinnert. Aber auch der Inhalt ist für mich immer wieder so wertvoll: Auch als Erwachsene dürfen wir uns geborgen fühlen und Geborgenheit weitergeben. Und die Kinder fragen immer wieder, ob wir nicht das Fühl-Spiel machen können. Mein Mann dagegen mag am liebsten das Thema Kombinieren, weil er den Detektivfall so toll findet und Pfannkuchen und Nutella im Text vorkommen.

Vielen Dank, liebe Rahel, dass du meine Fragen beantwortet hast!

Ein wertvolles zweites Adventswochenende! Wer mag, kann gerne noch hier an meiner Verlosung teilnehmen.

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Ingrid

Hallo Sonja, wusste noch gar nicht, dass du blogst! Das Buch von Rahel klingt wirklich gut gemacht! Man müsste als Familie nur noch die Zeit für so etwas finden…das finde ich oft die größere Herausforderung!