Läuft! Meine persönlichen Tipps für mentale Stärke beim Laufen

21. April 2018

Hätte mir Anfang letzten Jahres jemand gesagt, dass ich mal mehr als 8 km laufen würde, ich hätte ihn für verrückt erklärt! Laufen fand ich schon immer sehr faszinierend – einfach umziehen, loslaufen und den Kopf frei bekommen. Ich hatte für mich aber ziemlich klar, dass Laufen nichts für mich ist: Schon nach wenigen Metern hatte ich Seitenstechen und war völlig aus der Puste.

 

LaufschuheLaufen im FruehlingMentale Stärke beim Laufen

 

Laufen? Ich doch nicht!

Ich kann nicht ganz genau sagen, was am Ende der Auslöser war, aber im letzten Spätsommer habe ich mit dem Laufen begonnen. Ganz langsam: eine Minute laufen, eine Minute gehen (ich kam mir ziemlich blöd dabei vor!) und dann das ganze langsam immer weiter steigern. Und es funktionierte! Es macht mir Spaß und es geht mir gut damit! Ich mag die Belastung und merke, dass ich auch in anderen Bereichen fitter bin.

Als ich im Februar bei etwa 7 km war, kam das Tief: Nichts ging mehr! Es ging nicht weiter und nicht schneller, obwohl ich mich nicht schlapp oder krank fühlte. Das Laufen war plötzlich mühevoll, das Atmen schwierig, meine    Gedanken an der falschen Stelle oder durcheinander, der Laufrhythmus durcheinander und aus der Balance. Erst nach und nach ging mir auf, dass es beim Laufen auch eine mentale Seite gibt, die ich nicht vernachlässigen darf.

Bei meiner Recherche fand ich vor allem Tipps für das Marathon-Training und kaum etwas für Lauf-Anfänger. Also habe ich selbst ausprobiert und rumgefragt… Und nun läuft es wieder und ich konnte meine Strecke weiter ausbauen und bin auch etwas schneller geworden.

Mentale Stärke beim Laufen – meine Tipps

Mir haben ganz unterschiedliche Dinge dabei geholfen, mich beim Laufen wieder besser zu fokussieren und zu motivieren:

Einen lockeren und leichten Laufstil finden. Ich lege den Fokus auf den entspannten Lauf, weniger auf die Länge und kaum auf die Geschwindigkeit. Das hat viel Druck rausgenommen. Im perfekten Gleichgewicht sind meine Schritte maximal gleichförmig und regelmäßig. Der Folgeschritt muss den Vorgängerschritt jeweils nur minimal korrigieren. Dabei fühlt sich das Laufen ungeheuer leicht und automatisch an.

Mentale Tricks. Wenn ich merke, dass das Laufen anstrengend wird, hilft mir die folgende Vorstellung: Ich laufe ganz automatisch und bin ganz leicht. Der Vortrieb kommt von ganz alleine. Ich laufe wie auf einer klitzekleinen Erde, die sich in der genau richtigen Rotation nach hinten unter mir wegdreht. Ich laufe also immer ganz leicht bergab, so dass ich weder Kraft braucht um voranzukommen noch um zu bremsen. Ich falle bei jedem Schritt genau im richtigen Maß ganz leicht nach vorne und muss den Schritt tun, um im Gleichgewicht zu bleiben. Dabei geht mein Atem ganz leicht und regelmäßig ein und aus, und mein Gesicht ist kühl.

Eine schöne Laufstrecke. Ich habe das Glück, dass wir von Natur und Feldern umgeben sind und ich nicht erst irgendwohin fahren muss, um laufen zu können. Bei meiner alten Strecke musste ich etwas durch den Ort laufen, oft an einem Bahnübergang halten und einige Feldwege waren sehr uneben. Das waren alles Dinge, die mich aus meiner Routine gebracht haben. Mit dem Rad habe ich nach Alternativen gesucht und laufe nun hauptsächlich durch Felder, auf halbwegs geraden Wegen, was dazu führt, dass ich mich auf die Natur, mich, meine Gedanken und meinen Körper konzentrieren kann.

Ausgleichssport. Ich habe immer wieder gehört und gelesen, wie wichtig es ist, einen anderen Sport als Ausgleich zu finden. Beim Laufen selbst habe ich gemerkt, dass ich etwas für meine Rücken- und Schultermuskulatur tun sollte, um stabiler zu werden. Für mich ist momentan das Rudergerät die perfekte Ergänzung. Ich habe auch gehört, dass Yoga perfekt sein soll, habe aber weder ein entsprechendes Angebot in der Nähe noch den perfekten Online-Kurs gefunden. (Falls jemand da Tipps hat, gerne her damit!)

Informationen sammeln. Mir hat es geholfen, mir professionelle Tipps zu holen. In Büchern oder bei der Laufanalyse. Das hat mir zum einen dabei geholfen, ein paar Dinge zu korrigieren und zum anderen hat es mich beruhigt und mir gezeigt, dass ich auf einem guten Weg bin.

Nicht alles, was ich glaube, ist wahr! Eine Erkenntnis, die nicht nur für das Laufen gilt: Manche Grenzen gibt es nur in meinem Kopf und es lohnt sich, diese von Zeit zu Zeit zu hinterfragen! Beim Laufen und auch in anderen Bereichen sollte ich immer mal wieder fragen: In welchen Bereichen meines Lebens gehe ich von falschen Tatsachen aus und limitiere mich dadurch?

 

Laufen im FrühlingLaufschuhe Brooksich und meine Laufschuhe

 

Wie machen es andere mit der Motivation?

Auch Vanessa hatte eine Blockade im Kopf und hat auf Instagram darüber geschrieben: „Heute bin ich endlich mal wieder über meine fünf Kilometer Grenze hinaus gekommen ❤ Wie bekloppt, dass die Grenze irgendwie immer in meinem Kopf existiert…aber wenn ich einmal drüber komme, geht es oft ganz wie von selbst.

Anita hat einen eigenen Instagram-Account für ihre Läufe und persönlichen Tricks und Erfolge eingerichtet.

Von Freunden bekam ich noch die Tipps, ab und zu bei Läufen ein gutes Stück der Strecke zu gehen und nach spezieller Laufmusik zu suchen, die dabei hilft, abzuschalten und im Rhythmus zu bleiben. Außerdem hilft es, ab und zu mit Freunden oder einer Laufgruppe zu laufen.

Läufst du auch? Was motiviert dich und lässt dich fokussiert bleiben?

P.S.: Ich liebe meine Laufschuhe von Brooks. Sie wurden mir in einem speziellen Laufladen nach einer Laufanalyse empfohlen und ich habe sie selbst gekauft (#justsaying #Werbung #wegenNamensnennung). Eine Laufanalyse und individuelle Empfehlung kann ich jedem ans Herz legen, um einen passenden und guten Laufschuh zu finden!

 

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