Unsere Sommer-Un-Bucket-Liste und ein Besuch beim Playground Project*

22. Juli 2018

Der Sommer ist ein bisschen wie Weihnachten für mich. Ich habe viele (viel zu viele!) Pläne und Erwartungen an ihn. Ich möchte die warmen Tage genießen, die wir draußen verbringen können. Ich wünsche mir tolle, abenteuerreiche Sommer für meine Kinder, an die sie sich später noch erinnern werden. Ich möchte ihnen die Welt zeigen und innige Momente mit ihnen genießen. Und ich möchte entspannte, freie Tage für mich, in denen ich im Garten arbeiten und viele Bücher lesen kann.

 

playground project potdoorBundeskunsthalle Playground Project

 

Trotzdem stelle ich immer wieder fest, dass mich diese Pläne und Erwartungen furchtbar unter Druck setzen. Ich bin eigentlich schon fix und fertig, wenn wir zu einem Ausflug oder in den Urlaub aufbrechen. Und ich bin enttäuscht, wenn die Kinder meine (Vor-)Freude nicht mit mir teilen.

Eine weitere Erfahrung ist die, dass die besten und schönsten Erinnerungen diejenigen sind, die einfach so, ganz unerwartet und ungeplant passiert sind. Weil wir uns verfahren haben, weil wir bei schlechtem Wetter einen Notfallplan brauchten oder weil wir einfach so ohne Karte drauf los gegangen sind. Die besten Dinge passieren zwischen meinen Plänen.

 

playground projectplayground project indoorplayground project rutsche

 

Und weil ich in diesem Jahr nicht in die „es-ist-alles-so-stressig-und-am-Ende-kommt-es-doch-anders-als-geplant“-Falle tappen möchte, habe ich mir Dinge überlegt, die ich lieber gleich lassen möchte. Eine „Bucket-Liste“ ist eine Liste mit Dingen, die man sich für einen bestimmten Zeitraum vornimmt. Meine Liste heißt deshalb „Un-Bucket-Liste“…

Unsere Sommer-Un-Bucket-Liste:

  1. Ich muss das Haus nicht ständig sauber halten (oder es vor der Fahrt in den Urlaub perfekt sauber hinterlassen).
  2. Ich werde nicht ständig auf die Uhr schauen und die Mädels hetzen.
  3. Ich werde nicht alle Tage verplanen.
  4. Ich werde keine Angst davor haben, dass sich die Mädels langweilen und darauf vertrauen, dass sie sich selber Beschäftigungen suchen werden.
  5. Ich möchte aber auch keine Dinge für „besondere“ Momente aufheben, sondern den Sommer zu einem besonderen Moment erklären.
  6. Ich werde unseren Urlaub und unser Urlaubsziel nicht mit dem anderer (Familien) vergleichen.
  7. Ich werde nicht überall fotografieren, um auf jeden Fall auch Bilder für die Sozialen Netzwerke zu haben. Es reichen Bilder für’s Familienalbum.
  8. Auch wenn wir nicht sehr viele Freunde oder Familie sehen können,möchte ich die Zeit, die wir mit ihnen verbringen können, genießen.
  9. Ich werde nicht an die Schule denken. Alle Sachen für das neue Schuljahr sind da, nun dürfen die Mädels spielend die Welt erkunden.
  10. Ich möchte weder von mir noch von meiner Familie noch unserem Sommer(-urlaub) Perfektion erwarten. Sondern einfach schauen, was uns der Sommer bringt.

Hast du auch eine Sommer-Un-Bucket-Liste?

P.S.: Die Bilder in diesem Post sind bei unserem Besuch beim Playground Project in der Bundeskunsthalle in Bonn* entstanden. Die Indoor- und Outdoorausstellung ist noch bis zum 28. Oktober 2018 zu besuchen. Aus unserer Sicht lohnt sich vor allem die Outdoor-Ausstellung. Was wir etwas schade fanden, ist, dass oft nicht klar war, was Kunst (nur anschauen!) ist und womit wirklich gespielt werden darf. (*Werbung, weil Ortsnennung)

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