Gelesen im Februar | Zwei Bücher und ein paar Lieblingslinks

22. Februar 2019

Im Februar habe ich tatsächlich (fast) nur das Allerwichtigste gekauft. Dafür habe ich eine ganze Menge aussortiert und verkauft und ein paar Dinge, die ich brauchte, ertauscht. Außerdem habe ich ein paar Bücher und viele Online-Artikel gelesen. Zwei Bücher und ein paar Lieblings-Links möchte ich heute vorstellen:

lieben heisst wollen

Lieben heißt wollen – Wie Beziehung gelingen kann, wenn wir Freiheit ganz neu denken*“ von Holger Kuntze

Knallhart, ungeschminkt und doch absolut positiv und hilfreich! Ein toller Ratgeber für alle, die eine Beziehung gelingen lassen wollen. Der Autor lässt in jedem Kapitel durchscheinen, dass er an dauerhafte Beziehungen glaubt, stellt aber in den ersten Kapiteln auch klar, dass nicht jede Beziehung, besonders mit spezielle Persönlichkeitstypen, zu retten ist.

Beziehungen sind nicht immer einfach. „Und doch: Es gibt nichts Erfüllenderes, nichts Schöneres, nichts Tieferes, nichts Transzendierendes als eben eine Paarbeziehungen, trotz und gerade wegen ihrer Zumutung.“ Der Autor schreibt immer wieder, dass eines der Gründe, warum viele Beziehungen scheitern, darin liegt, dass vielen Menschen ein Bewusstsein von Liebe fehlt, „da wir extrem auf das Gefühl von Verliebtheit geeicht und fixiert sind.“

Der Paartherapeut aus Berlin beschreibt in 16 Kapiteln anschaulich und praktisch, welche Aspekte für eine Beziehung wichtig sind und warum es vor allem an mir liegt, Veränderungen einzuleiten. Er erklärt zum Beispiel, welche Ebenen eine gute Beziehung braucht und warum Differenzen normal sind und nicht unbedingt ein Kompromiss gefunden werden muss. Vielmehr geht es in gelingenden Beziehungen darum, aufeinander einzugehen und „sich im unsichtbaren Wechselspiel immer wieder gegenseitig Wünsche zu erfüllen

Wissenschaftlich fundiert, sehr praxisnah mit vielen Übungen und mit einer klaren Haltung – ein absolut hilfreiches und gelungenes Buch!

minimalismus

Völlig losgelöst – Wie wir mit weniger glücklich werden*“ herausgegeben von Susanne Weingarten

Ein perfektes Buch für meine morgentlichen Bahnfahrten zur Arbeit: Die Herausgeberin hat in diesem Buch Geschichten, Berichte und Interviews über Menschen gesammelt, denen die Welt voll Hektik und Überfluss zu viel geworden ist und die für sich einen anderen Weg gefunden haben. Konsumforscher, Psychologen und überzeugte Minimalisten zeigen, welche Möglichkeiten es gibt, uns von Unwichtigem zu trennen, nachhaltig zu konsumieren und uns freier zu fühlen. Unterteilt sind die 24 Kapitel in die drei Bereiche „Konzentration aufs Wesentliche“, „In der Balance“ und „Weniger Konsum, mehr Gewissen“. Während des Lesens kann ich eintauchen in ganz unterschiedliche Themen: Das Leben von Aussteigern und Gründern, bedingungsloses Grundeinkommen, moderne Arbeitszeitmodelle, die Macht der Verbraucher, die täglichen Entscheidungen oder Umweltschutz.

Besonders beeindruckt hat mich zum Beispiel das Kapitel über die Wahlmöglichkeiten, die wir jeden Tag haben. Frau Weingarten zitiert den amerikanischen Psychologen Dan Ariely: „Wir müssen anfangen, bewusst einige unserer Türen zu schließen, weil sie Energie und Engagement von den Türen abziehen, die offen bleiben sollten – und weil sie uns in den Wahnsinn treiben.“ Und weiter schreibt sie: „Wir haben gerne die Wahl. Und ein Leben ganz ohne Wahlmöglichkeiten wäre in der Tat trostlos. Aber immer mehr Optionen sind keine Steigerungsform des Glücks. Die Dinge so zu nehmen, wie sie kommen, ist oft nicht das Schlechteste.“ …

Gelesen im Netz

Auch im Internet habe ich im Februar ein paar tolle Artikel entdeckt:

Ein spannender Beitrag dazu, wie sich das Prinzip „Weniger ist mehr“ positiv auf das Familienleben auswirkt. Aber es gibt auch Punkte, wo „mehr ist mehr“ gilt.

Kannst Du Dich gut abgrenzen von dem, was Du online so siehst? Oder bist Du manchmal neidisch, ein bisschen eifersüchtig, weil andere es scheinbar einfach besser auf die Reihe kriegen?“ Es ist mal wieder an der Zeit für einen Beitrag über „Stalking“ und das Vergleichen auf den verschiedenen Social Media-Kanälen und warum es das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit ist. Aber auch darüber, wie es anders gehen kann.

Ein kleiner Blick hinter die glänzende Insta-Welt – über Schein und Wirklichkeit, Instagrammability und Gleichförmigkeit: „Die Banalität des Besonderen„.

Was waren deine Lese-Highlights im Februar? (*Amazon Partnerlinks)

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