Gelesen im März | Leckeres zum Grillen, die Wunder der Natur und ein liebevoller Blick auf das innere Chaos

18. März 2019

Im März haben wir uns querbeet durch ganz unterschiedliche Bücher gelesen und so ist heute etwas für die ganze Familie dabei: Leckere, neue Grillrezepte, ein Blick auf unsere vielen Eigenschaften und Anteile und ein Ausflug mit der Entdeckermaus.

Grillen - Rezepte
Grillgerichte

Grillen – Für Foodies & Friends*“ von Sarah Schocke und Alexander Dölle

Während der wunderschönen Frühlingstage, die wir bereits im Februar hatten, stieg bei uns schon wieder die Vorfreude auf die Grillsaison. Wir haben uns vorgenommen, in diesem Jahr endlich mal etwas kreativer und abwechslungsreicher zu werden. Zum einen, weil uns im letzten Spätsommer die immer gleichen Stücke zu langweilig wurden und zum anderen, weil wir hier eine Vegetarierin im Haus haben.

Dieses wunderschön gestaltete Buch gibt nicht nur Tipps rund ums Grillen, sondern liefert jede Menge Grill-Inspiration. Was für uns bei der Buchauswahl wichtig war, ist, dass wir tatsächlich „mal was anderes“ ausprobieren können, ohne dass es aber gleich zu exotisch und aufwändig wird, denn dann würden wir es vermutlich kaum umsetzen und das Buch würde im Schrank verstauben.

Das Buch ist unterteilt in Gerichte, die sich auf die Hand nehmen lassen (der Flammkuchen mit Spargel und Parmaschinken hat uns so angelacht, dass wir ihn bei Hagelschauer drinnen im Ofen gemacht haben… Im Sommer probieren wir es auf dem Grill!), die sich in Stücke schneiden lassen, die sich für größere Feiern und Partys eignen, für Vegetarier, für Brote und andere Beilagen, wie Saucen und Dips und für Süßes.

Obwohl wir einen ziemlich gewöhnlichen und unaufgeregten Grill haben, stört es uns nicht, dass viele Gerichte für die Outdoor-Küche (zum Beispiel einen Barbecue Wok) gedacht sind. Was draußen nicht geht, machen wir drinnen. Und auch zum nächsten Camping-Urlaub nehmen wir das Buch mit.

Lesetipps, Virginia Satir

„Meine vielen Gesichter – Wer bin ich wirklich*“ von Virginia Satir

Das Büchlein ist wunderbar positiv, anschaulich und liebevoll geschrieben und lädt dazu ein, sich selbst und die verschiedenen inneren Persönlichkeitsanteile und Eigenschaften ebenso liebevoll anzuschauen, an- und ernstzunehmen.

Meine vielen Gesichter, von denen ich nur einen Teil kenne, stehen mir zur Verfügung, um auf die verschiedenen Situationen in meinem Leben zu reagieren. Es ist eine lebenslange Aufgabe, mich mit allem, was in mir lebt, vertraut zu machen, meine Teile zu lieben und zu verstehen, sie wachsen zu lassen und ihnen zu helfen, sich gegenseitig zu unterstützen.

Wie in einem echten Theater beschreibt die Autorin die einzelnen Teile – so real, dass ich mich öfter ertappt fühle. Wenn wir unsere Teile kennen, können wir sie anschauen und sagen: „Ihr gehört alle zu mir. Manchmal werdet ihr mir zu viel und manchmal vergesse ich einige von euch, aber ich schätze euch alle. Ich bin dankbar, wenn ihr mich auf euch aufmerksam macht, egal, in welchem Zustand ihr seid.

Manchmal haben wir ganz schön viel Theater und Drama in uns und merken, dass wir an Grenzen kommen. Es ist deshalb hilfreich, unser Leben als ständigen Prozess zu sehen und nicht permanent zu versuchen, die aktuelle Situation zu erhalten. „Viele Menschen sterben innerlich ab, weil sie nach dem Prinzip leben, nur den Status quo zu erhalten. Dieser aber setzt voraus, dass es nur einen richtigen Weg gibt. Wenn dagegen der Status quo nur als eine Alternative gesehen wird, dann eröffnen sich neue Möglichkeiten.“ Hier ist es hilfreich, mich zu sortieren: Was hat mit bisher geholfen? Was hilft mir noch immer, was nicht mehr? Was sollte ich loslassen, was neu hinzufügen? „Das Neue kann seinen Platz leichter finden, wenn wir uns darauf einstellen, dass wir erst einmal durch eine Phase von Chaos und Verwirrung hindurchmüssen, bevor es sich in das Vorhandene einfügt.

Schließlich beschreibt die Autorin, wie wir auch mit anderen besser umgehen können, wenn wir uns selbst mit unseren verschiedenen Teilen immer besser kennen und akzeptieren lernen. Sie vergleicht die Begriffe Vielfalt und Andersartigkeit: In einem Garten mit vielen unterschiedlichen Blumen sehen wir Vielfalt. Und wir empfinden diese Vielfalt und Abwechslung als positiv. „Wenn wir dagegen bei einer Gruppe von Menschen feststellen, dass sie sich voneinander unterscheiden, neigen wir dazu, dies als Andersartigkeit zu sehen. Von solcher Andersartigkeit erwarten wir nur Schwierigkeiten, bekommen Angst und wollen damit nichts zu tun haben.

Virginia Satir war eine bedeutende Familientherapeutin und starb 1988. Der Text dieses Buches wurde in diesem Jahr neu aufgelegt. Der Originatext „Your many faces“ ist aus dem Jahr 1978. Edith Zundel schrieb in ihrem Nachruf in der ZEIT zurecht: „Sie machte es sich zum Lebensziel, so vielen Menschen wie möglich zu einer Kommunikation zu verhelfen, die frei macht und Wachstum und Frieden fördert.“ – Eine klare Leseempfehlung!

Kinderbuch
Naturkinder Buch
Lesetipps für Kinder

Komm mit raus, Entdeckermaus! – Ein Bilderbuch über die Wunder der Natur*“ von Tereza Vostradovská

Mit super süßen Zeichnungen erzählt die Autorin die Geschichte der kleinen, neugierigen Maus, die unter der Erde lebt, gerne Bücher liest, am liebsten Tee trinkt und Zitronenkekse knabbert. Die Maus nimmt die Leser mit – rund um ihren Mäusebau, in den Wald, zum Teich und in den Garten.

Kinder erfahren zum Beispiel, was wo wächst und lebt, wie die Nahrungskette funktioniert, welche Vögel welche Geräusche machen, wie Bäume wachsen, wie ein Ameisenhaufen von innen aufgebaut ist (das wusste ich vorher auch nicht!) und wie man Wasserlebewesen beobachten oder einen kleinen Kräutergarten oder einen Teich anlegen kann.

Wir alle lieben dieses Buch und schauen, was wir beim nächsten Ausflug wieder entdecken.

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