Gelesen im Mai – online und offline

21. Mai 2019

Meine Ideen fließen gerade nicht so in die Tastatur, wie ich mir das wünsche. Das könnte daran liegen, dass sie nicht gerade leichte Kost sind. Was leichter geht, ist das Vorstellen der Bücher, die ich gelesen habe. Und es gibt wieder ein paar Lieblings-Links:

Lesetipps Büchertipps

Kleines Zuhause, grosse Freiheit – Erfüllt leben auf weniger Raum*“ von Julia Seidl

Ein Buch, das mich Kapitel für Kapitel aus dem Alltag geholt hat. Die Autorin schreibt tiegründig und detailliert über 10 Menschen, die ihren Weg zum minimalistischen Leben gefunden haben – mal mehr, mal weniger freiwillig, mal langfristig und mal vorübergehend. Dafür hat sie die Menschen (meist häufiger) besucht und beschreibt ihre Geschichten, Gedanken, Hoffnungen und Sorgen. Nebenbei kann man etwas über die Geschichte von Tiny Houses erfahren, darüber, wie schwierig es ist, dafür in Deutschland eine Genehmigung zu bekommen, über Modul-Häuser und den ganzheitlichen Ansatz der Permakultur sowie die Nachteile des Wohnens in kleinen Häusern. Beeindruckt haben mich vor allem die Geschichte von Bettina, die in einem Schiffscontainer wohnt und ganz alleine ein kleines Häuserdorf gebaut hat, das sie vermietet sowie die Geschichte von den Studentinnen Corinna und Theresa, die unfreiwillig in einem Mini-Wohnwürfel untergekommen sind. Zu den einzelnen Portraits gibt es jeweils beeindruckende Schwarz-weiß-Bilder.

Tiny Houses
Schrebergarten-Küche, Holunderblüten Siruo

Schrebergarten Kochbuch*“ von Christiane Leesker und Vanessa Jansen

Auch ohne eigenen Schrebergarten ist dieses Kochbuch eine klare Empfehlung! Die über 70 (nach Jahreszeiten sortierten) Rezepte sind international inspiriert, aber trotzdem mit wenigen und leicht zu bekommenden Zutaten und ohne zuzubereiten. Perfekt für mich! Bei uns wird es kommendes Wochenende Bärlauch-Foccaccia und als Dessert Erdbeer-Rhabarber Tiramisu geben. Die Mädels wünschen sich Bratapfelkuchen (und ich auch), aber wir werden tapfer auf kalte Herbst- und Wintertage warten.

Das Buch enthält außerdem Tipps zum Einkochen und Haltbarmachen und die wunderschönen Fotos machen Lust auf (Schreber-)Garten!

Tarte Tatin
Du bist nicht, was du denkst

Du bist nicht, was du denkst: Wie wir aus der negativen Gedankenspirale aussteigen und den Kopf frei bekommen*“ von Georg Lolos

Natürlich sollen wir nicht gedanken- und kopflos durch die Gegend, aber viel zu oft machen wir uns unnötige Gedanken über die Vergangenheit und die Zukunft. „Wir vertrauen blind allen Vorschlägen, die der Verstand produziert, und wundern uns dann, wenn wir und ängstlich, aggressiv oder verstört fühlen.“ Diese verschiedenen Zustände, in die uns unsere Gedanken bringen können, beschreibt der Autor mit verschiedenen Räumen in unserem Ego-Haus. Nur draußen fühlen wir uns im Hier und Jetzt, frei, friedvoll und glücklich. Im Haus wohnen die „schwierigen emotionalen Zustände„, „in jedem Raum herrscht eine ganz eigene Stimmung und Atmosphäre„.

Der Autor beschreibt sehr anschaulich die unterschiedlichen Räume im Haus: den Kontroll-Raum, Minderwert-Raum, Raum der Bedürftigkeit, Hybris-Raum, Schuld-Raum, Raum der Verleugnung, Widerstand-Raum, Raum der Gier, Raum der Verwirrung und den Raum der Ohnmacht. In welchem Zustand befinde ich mich, wenn ich in den jeweiligen Raum trete? Welche Gedanken und Glaubenssätze habe ich? Welche Emotionen und Handlungsmuster? Und was kann ich tun, um wieder aus dem Raum hinaus zu kommen? Zum einen gibt es viele Beispiele, die die Räume verständlicher machen (und ich finde mich überall wieder, merke, dass ich alle Räume mehr oder weniger häufig betrete). Zum anderen gibt es viele, sofort umsetzbare Übungen und Tricks, um wieder ins Hier und Jetzt zu kommen und das Gedankenkarussell zu unterbrechen.

Ein praxisnahes, sehr gut les- und umsetzbares Buch, das hilft, liebevoller mit sich selbst umzugehen und aus aussichtslosen und destruktiven Gefühlszuständen auszusteigen.

Kaffee

Online-Lesetipps: Lieblings-Links der vergangenen Wochen

Ein sehr guter Reminder zwischendurch wirklich einmal NICHTS zu tun, habe ich in dem englischen Artikel „The Case for doing Nothing“ gefunden: „Perhaps it’s time to stop all this busyness. Being busy — if we even are busy — is rarely the status indicator we’ve come to believe it is. Nonetheless, the impact is real, and instance of burnout, anxiety […] are on the rise. There’s a way out of that madness, and it’s not more mindfulness, exercise or a healthy diet (though these things are all still important). What we’re talking about is … doing nothing.

Wie wir leben entscheidet, ob wir die begrenzten Ressourcen der Erde verschwenden – oder nicht“ (Ralf Nacke). In dem Artikel „Bewusster Konsum: So kaufen wir nur das, was wir wirklich brauchen“ gibt es viele Tipps und Gedankenanstöße, um weniger Geld für unnötige Dinge auszugeben.

Sich streitende Geschwister – das kennen vermutlich nicht nur wir. In diesem Artikel „4 Tipps für mehr Geschwisterliebe: Negative Gefühle ernst nehmen“ habe ich ein paar hilfreiche Hinweise und Tipps zum Ausprobieren gefunden.

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