Mein Single-Tasking-Vorhaben | Minimalismus für den Alltag

16. Februar 2016

Affirmationen

 

Es ist höchste Zeit für mehr Single-Tasking und Minimalismus für den Alltag. Sehr praktisch, dass ich meine Beiträge hier im Blog auch als kleine Reminder an mich selber nutzen kann.

Als ich gestern nach der Arbeit die beiden Mädels von Schule und Kindergarten abgeholt hatte, erwischte ich mich dabei, wie ich gleichzeitig versuchte, die Nachricht einer Freundin auf dem Handy nachzuvollziehen und ein Gespräch, das ich morgens auf der Arbeit hatte, noch einmal gedanklich durchzugehen. Das große Tochterkind wollte mir ein Arbeitsblatt zeigen, auf das ihr der Lehrer einen Smiley gestempelt hatte, weil sie die Aufgaben so gut erledigt hatte und in diesem Moment kam das kleine Mädchen mit einem Buch um die Ecke, das ich ihr vorlesen sollte.

Das sind diese Momente, in denen ich nicht selten wütend und ungerecht werde. Ich musste kurz und tief einatmen (und noch einmal tief durchatmen!), um nicht zu explodieren. Das ist eindeutig viel zu viel auf einmal. Und leider sind solche und ähnliche Situationen keine Seltenheit…

 

Simplicity is ultimately a matter of focus.
(Ann Voskamp)

 

So gut es mir auch gelingt, mich bei materiellen Dingen zu reduzieren und auszusortieren, merke ich doch, dass ich bei unerledigten Aufgaben und eintrudelnden Informationen noch Handlungsbedarf habe.
Meine Umgebung ist ein einziger „news-feed“ geworden und Multi-Tasking zu einer normalen Arbeitsweise. Dadurch bin ich ständig abgelenkt und unter Anspannung. Es fällt mir schwerer, mich zu konzentrieren und das Wesentliche zu erkennen.Da sich daran von alleine nichts ändern wird, habe ich es mir zum Ziel gemacht, auch in diesen Bereichen zu minimalisieren und mich ganz bewusst im „Single-Tasking“ zu üben.

 

Minimalismus für den Alltag: Die folgenden kleinen Tricks helfen mir beim Single-Tasking:

 

  1. Ich habe alle Benachrichtigungen am Laptop und am Handy ausgeschaltet.
  2. Ich halte meine Umgebung (Wohnung / Arbeitsplatz) ordentlich.
  3. Ich gönne mir nach der Arbeit einen kurzen, ruhigen Moment, um die Arbeit gedanklich abschließen zu können.
  4. Ich akzeptiere meinen individuellen Tagesrhythmus, meine Hoch’s und Tief’s.
  5. Ich setze mir realistische Ziele und klare Prioritäten.
  6. Ich führe To-do-Listen und To-don’t do-Listen.
  7. Ich kümmere mich weniger darum, was andere über mich denken.
  8. Ein kleiner Reminder (Notiz am Kühlschrank und PC) erinnert mich an das „Single-Tasking“.

 

…und vor allem ist Kinder-Zeit auch Zeit mit den Kindern. Ohne Handy, Telefon, Internet,…

Was hilft dir am besten dabei, deinen Alltag zu minimalisieren und dich auf eine Sache zu konzentrieren?

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Julika | 45 lebensfrohe Quadratmeter

Ja, das mit dem Multitasking und sich dabei verzetteln kenn ich nur zu gut. So oft möchte ich zu viel auf einmal und muss mich immer erst dran erinnern, dass es vielleicht auche ine Sache weniger tut… ich übe. Und bin schon ein bisschen besser geworden. ; )
Viele liebe Grüße! Julika

felix-traumland.eu

das hört sich gut an, ich mache jetzt auch oft mein handy auf leise, das ich garnich höre wenn nachrichten kommen, und dann kann man so wie so alles später nachlesen,
danke für deine tips, ich kämpfe nämlich auch gerade mit meinem haos und versuche mich anders zu organisieren
liebe grüße
regina

Landei

Das Handy ist bei mir immer lautlos gestellt. Wenn ich am Schreibtisch arbeite, ist es nicht in meiner Nähe, damit ich nicht in Versuchung komme, drauf zu gucken. Zu erledigende Dinge werden nacheinander abgearbeitet. Ich achte darauf, dass ich nicht zu viel in einen Tag packe, weil ich sonst nervös werde. Woran ich noch arbeiten muss, sind diese Situationen, wenn plötzlich fünf Kinder auf einmal irgend etwas von mir wollen und rumdrängeln. Oder eine Kollegin auf dem Flur noch mal eben etwas berichtet oder nachfragt, und ich eigentlich gleichzeitig in der Klasse sein müsste und ich die Gören schon über… Read more »

Isabella

Wenn ich zuviel im Kopf habe, das noch erledigt gehört weiß ich oft gar nicht wo ich anfangen soll und bin schon allein von all den unerledigten To-Do´s erschöpft. Deshalb habe ich mir auch vorgenommen eins nach dem anderen bewusst zu tun, dann schaffe ich viel mehr, und es bleibt noch Kraft übrig. Und erstaunlicherweise sind die vielen wichtigen Dinge oft gar nicht so wichtig. Ich habe schon viele Listen geschrieben, die ich nach langer Zeit erst wieder angeschaut habe. Die wirklich wichtigen Sachen vergesse ich nicht, und bei anderen wundere ich mich oft, warum ich glaubte, diese Dinge unbedingt… Read more »

mimi

Hey Sonja, vor knapp 3 Jahren war ich das letzte Mal hier bei Dir auf dem Blog. Ich sage deshalb heute sehr gern „Hallo, schön, dass Du (noch) da bist! “ Ausserdem möchte ich noch Danke für Deine Beiträge sagen. Worte einer „unbekannten Freundin“. Ich drücke es bewusst so aus, denn Deine Worte tun der Seele gut, wie die Worte einer Freundin. Dafür: Danke. Der Beitrag hier hat meine Seele für einen Augenblick beruhigt. Mir gesagt, dass mein Leben anscheinend normaler ist, als ich es mir bisher gedacht habe. Und ich freue mich über den kleinen Zufall hier gelandet zu… Read more »