Coaching

Wir haben immer zwei Möglichkeiten | Krisen bewältigen

15. Dezember 2016

Nach meinem Post über das Interview zu unsere Zeit mit unserem Minimädchen bekam ich eine Mail von einer Leserin: „Liebe Sonja, ich finde es mutig, dass du so offen über eure Geschichte schreibst. Ich frage mich, wie ihr so stark sein konntet und so gefasst und klar darüber erzählen könnt. …„.

Das Leben ist ein ständiges Auf und Ab ist und jeder muss einmal durch Krisenzeiten gehen. Die Frage ist, wie wir mit diesen schweren Zeiten umgehen, wie wir Krisen bewältigen. Wir haben immer zwei Möglichkeiten. Wir haben uns entschieden, unser Leben nicht aus der Hand zu geben, die Zeit mit unserem Minimädchen zu genießen, solange wir es können, Entscheidungen zu treffen, wo sie nötig sind und dankbar zu sein, für alles Gute, was wir erleben durften. Diese Wahlmöglichkeiten haben wir immer, in jeder Situation unseres Lebens.

 

Krisen bewältigen

 

Krisen bewältigen – Wir haben immer zwei Möglichkeiten

Annehmen
Wir können uns ablenken, wegschauen, weglaufen, uns betäuben oder uns fragen, warum ausgerechnet uns das passieren muss.

Oder wir können die Situation annehmen. Akzeptieren, dass unser Leben einen anderen Weg einschlägt als geplant, und uns darauf einlassen.

It is only when you face life with clarity and sobriety will you be able to extract its raw wisdom.

(unbekannt)

 

Gelassenheit üben
Wir können trauern und uns vom Leben betrogen und ungerecht behandelt fühlen. Wir können versuchen, Dinge zu ändern, die sich nicht ändern lassen.

Oder wir können uns in Gelassenheit üben, weil wir wissen, dass Krisen zum Leben dazu gehören. Damit können wir Energie sparen, um sie dort einzusetzen, wo sie nützlich und hilfreich ist.

 

Gefühle
Krisen können Gefühle in uns hervorrufen, vor denen wir am liebsten davonlaufen möchten, die wir nicht zulassen und spüren wollen.

Oder wir können sie annehmen, sie zulassen, uns heilen lassen. Und spüren, wie langsam wieder Raum entsteht für anderes, positives.

 

Glaube
Wir können davon ausgehen, dass uns eine Situation ruinieren und fertig machen und uns allen Lebensmut nehmen kann. Und dass wir niemals stark genug sein werden, sie zu überstehen.

Oder wir können glauben, dass uns nichts passieren kann, was wir nicht schaffen können. Und wir können glauben, dass alles einen Sinn hat, auch wenn wir ihn jetzt noch nicht verstehen.

You were given this life, because you are strong enough to live it.“ (unbekannt)

 

Dankbarkeit
Wir haben immer die Möglichkeit, uns auf das zu konzentrieren, was gerade nicht gut läuft, was uns entgeht, fehlt oder genommen wird.

Oder wir konzentrieren uns darauf, was wir (trotzdem) haben, was wir erleben dürfen und was gut läuft. Auch wenn sich die Sache an sich nicht ändert, verändert es doch unsere Sichtweise und unser Erleben. Und das macht einen großen Unterschied.

 

Umdenken
Wir können uns von Krisen unterkriegen lassen und unser Leben wegschmeißen.

Oder wir können sie als Chance sehen, um unser Leben zum Besseren zu verändern, Meinungen und Wege zu überdenken.

 

Fragen
Wir haben die Möglichkeit, uns zu fragen, warum ausgerechnet uns das passiert, was wir falsch gemacht haben.

Oder wir können uns fragen, was wir aus der Erfahrung lernen und mitnehmen können.

 

The lives we live are bigger than we can ever conceive. Trust that fact. Live with faith and persevere! (unbekannt)

 

Wir können und dürfen das Leben genießen und feiern und in jedem Moment dankbar sein.

Welche Krisen musstest du bewältigen? Was hat dir am meisten dabei geholfen?

P.S.: Bei der Nikolaus-Verlosung haben gewonnen: Stephanie und Jasmin.

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6 Comments
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Eclectic Hamilton
4 Jahre her

Was für tolle Worte und Inspirationen! Vielen Dank dafür.
Genau so führe ich mein Leben und es ist großartig.

Liebste Grüße von Ines

Barbara
4 Jahre her

Liebe Sonja,

tausend Dank für diesen so klaren und mutigen Post und die so klare Darstellung der einen und der anderen Seite.
Mir hat das eben sehr geholfen in einer ganz anderen Situation.

Alles Liebe
Barbara

Silke Schmidt
4 Jahre her

Liebe Sonja, dein Artikel gefällt mir. Es bedarf einer sehr umfassenden Reflexion seines eigenen Denkens ,Tuns und Seins um solche Entscheidungen zu treffen.Wer fragt sich wirklich diese Fragen so konkret und gibt sich dann seine Antworten? Vielleicht hattest du das Glück, dass du es bereits in deiner Kindheit so vorgelebt bekommen hast. Umso schöner dass du das hier so aufschreibst.Denn dann kann man für sichern eigenes Mantra daraus basteln und in vielen Situationen des Alltags hat man es präsent.Das ist glaube ich auch eine Sache des sich bewusst machen und Übens. Mein Leben bestand lange aus Vermeidung auf Grund eines… Read more »

Dorthe
4 Jahre her

Liebe Sonja,
danke… gerade scheinen unsere Krisen mal wieder riesig und kaum zu schaffen … da kommen deine Punkte genau richtig. Danke!
Liebe Grüße,
Dorthe

Sara
4 Jahre her

Liebe Sonja, vielen herzlichen Dank für Deine Worte. Was für eine Zuversicht und Kraft Du ausstrahlst <3 Nach dem unerwarteten Tod meines Sohnes vor 4 Jahren hätte ich nicht gedacht, dass es mir wieder so gut gehen würde wie heute. Ich bin auch davon überzeugt, dass alles, was passiert einen Sinn hat. Manchmal überfällt mich die Traurigkeit immer jedoch unvorbereitet, aber sie hat an Dramatik und Verzweiflung verloren. Und es ist in Ordnung. Ich denke in Dankbarkeit an Ben und die Zeit (17 Monate) die ich mit ihm verbringen durfte. Ich bin dankbar für die tiefe Liebe, die ich für… Read more »

Alexandra
4 Jahre her

Liebe Sonja, dieser Post ist wirklich so wahr und wichtig, dass ich ihn mir am liebsten an die Wand hängen möchte, für Momente, wo ich mich gedanklich verrenne und dadurch selber blockiere! Danke und schöne Feiertage aus Bonn, Alexandra

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