Motivation für die Arbeit zu Hause

27. Januar 2014

 

Als Mutter bin ich hauptsächlich zu Hause. Und auch meine Arbeit als Coach findet zu einem großen Teil zu Hause statt. Ich finde es sehr schwer, Abstand zu finden und zu entspannen. Mir fehlt der Hin- und Rückweg zur Arbeit, während dem ich verarbeiten und bewusst abschalten kann. Arbeit und Privatleben sind räumlich miteinander verbunden und mit Kindern fallen Arbeit und privates Vergnügen untrennbar zusammen. Das ist nicht sehr einfach für mich.

Und trotzdem brauche ich jeden Tag Energie und Motivation, um meine Arbeit zu Hause gut zu erledigen und um mich gut und liebevoll um meine Kinder kümmern zu können.

Hier sind einige Punkte, die mir helfen, mich jeden Tag neu zu motivieren:

  • Ich erinnere mich immer wieder daran, dass es Arbeit ist, die ich zu Hause erbringe. Auch wenn ich für meine Arbeit als Mutter nicht bezahlt werde, so motiviert es mich nicht, wenn ich sage (oder denke): „Ich arbeite nicht, ich bin zu Hause!“. Wenn ich mich liebevoll um meine Kinder kümmere, für Ordnung und Sauberkeit sorge, die Termine und Geschenke manage,… – dann ist das eine Menge Arbeit. Stattdessen sage ich: “ Ich arbeite zu Hause.“
  • Ich versuche, den Tag mit etwas zu beginnen, was mir gut tut: Eine Tasse Kaffee oder eine heiße Dusche. Manchmal auch erst dann, wenn die erste Flasche Milch verfüttert ist 😉
  • Mir tut es gut, wenn ich gleich morgens die Dinge erledigen kann, die ich mir am schwersten fallen und die ich am wenigsten mag. Habe ich den Wäscheberg nachmittags noch vor mir, liegt er wie eine Last auf meinen Schultern.
  • Ich brauche zwischendurch Zeit für Inspiration: Blogs lesen, Fotos machen,… Aber ich muss auch aufpassen, dass ich mich nicht von wunderschönen Häusern, scheinbar perfekten Müttern und tollen Bildern entmutigen lasse.
  • Zum Auftanken und für einen räumlichen Wechsel liebe ich Spaziergänge, Besuche bei Freunden, die Babygruppe oder ein Picknick im Park.
  • Ich brauche immer wieder Momente, in denen ich mir wieder vor Augen führe, was mir wirklich wichtig ist. In denen ich mich erinnere, wie sehr ich mir Kinder gewünscht habe und wie sehr ich die Mädels liebe. …und wie unwichtig Geld und Status im Vergleich dazu für mich ist. Diese Erinnerung ist wichtig für mich, denn so oft wirkt das verlockend auf mich, was ich gerade nicht habe.
  • Manchmal ist es schwer, das Ende der Arbeit zu sehen (vor allem dann, wenn die Mädels krank oder maulig sind). Und trotzdem brauche ich für mich einen ruhigen und entspannten Punkt am Ende des Tages, an dem ich auftanken kann.

 

Was motiviert dich, wenn du zu Hause arbeitest?

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Sonja

Ich glaube nicht, dass man sich für irgendwas egal ob Arbeit oder Kinder, recht fertigen muss. Man sollte dazu stehen.

Sonja

Margarete

Liebe Sonja, kannst du Gedanken lesen? Der Text ist wie aus meinem Kopf entsprungen. Und das tut schon gut, wenn man weiß, dass es anderen ähnlich geht.
Ich versuche mich jeden Tag aufs Neue mit ähnlichen Argumenten wie deine zu motivieren. Manchmal klappt es gut, aber es gibt auch Tage, da geht es gar nicht. Nach draussen in die Natur zu gehen hilft dann fast immer. Und sich bewußt zu machen, was man hat und die Dinge in Relation zu sehen.

Liebe Grüße

Margarete

Kikabu

Guten Morgen, danke für den schönen Post. Mir geht es genauso. Ich arbeite bis ca. 12 uhr am Computer und versuche dann in einer Kamikaze-Aktion schnell Ordnung zu schaffen und das MIttagessen vorzubereiten. Leider verzettel ich mich morgens öfter mal beim Blog-Lesen, für mich gehört das aber unbedingt dazu, wie die Tasse Kaffee. Auch wenn es für mich nicht immer leicht ist und ich auch häufig abends noch eine Schicht nachlege, habe ich den großen Vorteil, dass ich zu Hause bin, wenn die Kinder krank sind. Für mich ist es so die perfekte Lösung, daran muss ich mich aber auch… Read more »

danamas world

Da ich auch zu Hause arbeite, kenne ich das Problem sehr gut, dass man von der Arbeit schlecht abschalten kann. Ständig begegnet sie mir wieder auch wenn ich eigentlich "Feierabend" habe. Da muss ich mich dann oft dazu ermahnen, nicht die E-Mails zu lesen und mich nicht über die Arbeit zu ärgern oder zu sorgen. Eine perfekte Lösung dafür habe ich leider noch nicht gefunden.
Liebe Grüße, Dani

Anonym

Danke für diesen Post, er spricht mich sehr an.Ich finde das teils frustrierende am 'Zuhause arbeiten' ist der fehlende Abschluss und sichtbare Erfolgerlebnisse. Man tut irgendwie immer etwas aber scheinbar nicht wirklich…Mir fehlt auch die Anerkennung des Mannes/Vaters der Kinder. Beschwere ich mich mal, mir sei etwas zuviel, meint er bloß, dann mach es halt nicht…Ebenso Nerven mich diese Sprüche und Bilder a la schmutziges Haus- happy kids. Ich kann nicht in so einem Chaos zufrieden sein und fühle mich dadurch nicht besser, sondern frage mich noch, sind die armen Kinder nun vernachlässigt weil Mama mal lieber saugt als zum… Read more »

Eva

kenn ich…ich hab mir solche Gedanken früher auch gemacht, übers zu Hause arbeiten. immer hatte ich Schuldgefühle und schämte mich oft. irgendwie. aber was für ein Quatsch! heute stehe ich dazu! ich habe drei kleine Kinder! DAS ist definitiv ARBEIT (; und deine Motivations-Vorschläge kann ich genau so unterschreiben!

liebste Grüße,
Eva

Stoffsymphonie

Dein Post spricht mir mal wieder aus der Seele!! All das kenne ich nur zu gut!!!:) Ich arbeite auch von zu Hause aus und stelle allzu oft fest, dass das ziemlich schwierig ist! Auch wenn einen alle darum beneiden, aber ich würde mir manchmal eine räumliche Trennung zwischen Beruf und Arbeit wünschen!!:)
Danke für Deine tollen Motivationsvorschläge!!
Klem
Alice

Zimtkätzchen und Zuckerschnecke

Ha! Danke! Unterschreib ich genau so und wird es mir als Motivation ausdrucken 🙂
LG Dani

Laura Fröhlich

Vielen Dank für die Motivation. Ich brauche auch immer wieder einen Espresso und ein paar Minuten für mich. Raus an die frische Luft ist auch immer motivierend und die Kinder sind gleich besser gelaunt! Liebe Grüße

Saskia

Danke für diesen inspirierenden Beitrag!

Ich fühle mich in meiner Rolle als "Hausfrau und Mutter" um ehrlich zu sein ziemlich wohl – schließlich ist sie absolut frei gewählt. Trotzdem kann einen der Alltag manchmal ganz schön überwältigen und ich bin dankbar für einen wundervollen Mann, der mich nicht nur tatkräftig unterstützt, sondern mir täglich sagt, wie wertvoll ich mit meinem Einsatz für ihn und die Familie bin.

Liebe Grüße
Saskia

Sabine / Insel der Stille

Liebe Sonja,
alles hat seine Vor- und Nachteile. So auch das Arbeiten zu Hause. Dennoch möchte ich es nicht missen, da es mit 4 Kinder und entsprechend turbolentem Alltag anders wohl nicht möglich wäre 🙂
Aber Du hast vollkommen recht, manchmal ist es wirklich einfacher, wenn man das eigentliche zu Hause verlässt um irgendwo anders zu arbeiten. Dennoch wird es auch hierbei Schwachstellen geben, die es zu bewältigen gilt.

Herzliche Grüße und einen entspannten Feierabend,
Sabine

Lina von Silbermandel´s Welt

Liebe SonjaDu sprichst bzw schreibst mir von der Seele. Einen großen Teil meiner Arbeit erledige ich ebenfalls von zu hause. Wenn Stöpsel im Kiga ist, mache ich auch meistens erst die leidige Hausarbeit weg, dann meinen 2. Kaffee und dann auf zum Computer. Wenn alle daheim sind und Herzmann mit Stöpsel spielt sitze ich oft am Computer und arbeite so viel geht in diesen knapp bemessenden Zeiten. Jede Minute zählt. Trotzdem möchte natürlich auch ich immer wieder zur Ruhe kommen. Dann mach ich mir eine Tasse Tee, schnappe mir ein Buch und lese – oder ich drehe Bloggerunden. So komme… Read more »

TheSwissMiss

Da ich immer wenn die Kinder in der Schule sind ausser Haus arbeite, freue ich mich so richtig auf die "Hausarbeit" – egal was ich zu tun habe, immerhin können die Kinder bei mir sein, Freunde einladen etc. Nur putzen ist nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung:(

familylife

Liebe Sonja, danke für diesen Post! Das ist ein Thema, mit dem ich seit Jahren zu tun habe, weil ich auch schon vor den Kindern als Freiberuflerin phasenweise zu Hause gearbeitet habe. Mir hilft es sehr, ein Arbeitszimmer zu haben. In der alten Wohnung hatte ich sogar ein Schild mit Büro-Zeiten an der Tür. Alles, was dieser Arbeit einen offiziellen Anstrich gibt, hat mir immer Freude bereitet: schöne Visitenkarten, ein ansprechender Timer, mich schick machen, auch wenn ich weiß, ich bin den ganzen Tag zu Hause, mir Fortbildungen gönnen (da waren meine Kinder aber schon größer als Deine jetzt), mir… Read more »

siebenVOR sieben

Was für ein schöner Beitrag!
Schöne Grüße
Jutta

Hanna

Danke liebe Sonja, deine Posts tun immer sooooo gut!!!!

Liebste Grüße,
Hanna

He.Ute

Danke liebe Sonja für den Post, das trifft gerade meinen Frust des Nicht-Arbeitens und nur Zuhause-Seins-Gefühl. Dein Beitrag rückt mir nun alles wieder ins rechte Licht und motiviert tatsächlich.